Myrcen prägt das erdig-würzige, leicht moschusartige Aroma vieler Cannabissorten und ist das am weitesten verbreitete Terpen in Cannabis – neben Limonen und Pinene ein Grund, warum das Terpenprofil zunehmend Beachtung findet.
Zum LivebestandMyrcen gehört zu den Monoterpenen – kleinen, leicht flüchtigen Molekülen, die den ersten Geruchseindruck einer Blüte tragen. Man unterscheidet zwei Formen: β-Myrcen ist die Form, die in Pflanzen vorkommt und die im Laborzertifikat als „Myrcen“ ausgewiesen wird. α-Myrcen unterscheidet sich nur in der Lage einer Doppelbindung und spielt in der Natur keine Rolle. In Cannabis findest du daher immer β-Myrcen.
Diese aktuell verfügbaren Sorten weisen ein ausgeprägtes Myrcen-Profil auf. Der Bestand wird live aus dem Sortiment gefiltert – anders als statische Sortenlisten zeigt er nur, was gerade wirklich erhältlich ist.
Myrcen riecht erdig und würzig – nach feuchtem Waldboden, Nelke und Kräutern, mit einer warmen, leicht moschusartigen Tiefe und einem fruchtigen Anklang, den viele an Mango erinnert. Es ist das Terpen, das dem klassischen Cannabisgeruch seine Schwere gibt und Cannabissorten mit hohem Anteil sofort erkennbar macht. Wer eine Blüte aufbricht und einen schweren, erdig-würzigen Duft wahrnimmt, hat es meist mit einem hohen Myrcen-Anteil zu tun.
Myrcen gilt in den Mengen, die in Cannabisblüten vorkommen, als gut verträglich und kommt in vielen Lebensmitteln natürlich vor – von Hopfen über Thymian bis Lorbeer. In Tierstudien mit sehr hohen, dauerhaft verabreichten Dosen wurden Effekte beobachtet, die zu einer Einstufung als möglicherweise krebserzeugend geführt haben; diese Mengen liegen weit über allem, was über eine Cannabistherapie aufgenommen wird. Wer empfindlich auf stark duftende Pflanzenstoffe reagiert, sollte das ärztlich ansprechen.
Myrcen gilt als gut verträglich und kommt in vielen Lebensmitteln und Gewürzen natürlich vor – von Hopfen über Thymian bis Lorbeer. In den in Cannabis vorkommenden Mengen ist es unauffällig. Wer empfindlich auf stark duftende Pflanzenstoffe reagiert, sollte das ärztlich ansprechen.
Medizinisches Cannabis ist in Deutschland rezeptpflichtig. Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.
Myrcen ist nur eines von vielen Terpenen. Diese vier prägen das Aroma und Profil vieler Sorten mit.
Am schweren, erdig-würzigen Duft mit moschusartigem Unterton – bei Myrcen ist er meist dominant und damit gut zuzuordnen. Verlässlich zeigt es das Laborzertifikat (Terpenprofil) der jeweiligen Sorte.
Nein. Myrcen ist kein Cannabinoid und hat keine psychoaktive Wirkung. Es prägt Aroma und Wirkprofil einer Sorte mit – der Rauschzustand geht auf THC zurück.
Ja. Myrcen ist ein natürlicher Pflanzenstoff, der unter anderem in Hopfen, Lorbeer, Thymian und Mango vorkommt. Rezeptpflichtig ist nur medizinisches Cannabis als Ganzes – nicht das Terpen selbst.
Ja, teilweise. Myrcen ist ein leicht flüchtiges Monoterpen und verdampft schon bei rund 167 °C – deutlich unterhalb der Temperaturen, die beim Verbrennen entstehen. Beim Vaporisieren in niedrigeren Temperaturbereichen bleibt es dagegen weitgehend erhalten und prägt das Aroma.