Humulen prägt das erdig-holzige, leicht hopfige Aroma vieler Cannabissorten und ist nach dem Hopfen benannt, dem es auch seine herbe Note gibt – neben Caryophyllen und Myrcen ein Grund, warum das Terpenprofil zunehmend Beachtung findet.
Zum LivebestandHumulen gehört zu den Sesquiterpenen – größere Moleküle als die weiter verbreiteten Monoterpene, die dadurch schwerer flüchtig sind und länger am Aroma einer Sorte mitwirken; ihr Gerüst bildet hier einen ungewöhnlich großen Ring aus elf Kohlenstoffatomen. Humulen hat einen nahen Verwandten: α-Humulen, so der vollständige Name, wird auch α-Caryophyllen genannt und hat dieselbe Summenformel wie β-Caryophyllen. Die beiden unterscheiden sich nicht in ihren Bausteinen, sondern darin, wie diese zum Ring geschlossen sind, und treten in Cannabis fast immer gemeinsam auf. Ein Unterschied ist dabei gut belegt: β-Caryophyllen bindet an den CB2-Rezeptor des Körpers, Humulen tut das nicht. Im Laborzertifikat findest du beide getrennt ausgewiesen.
Diese aktuell verfügbaren Sorten weisen ein ausgeprägtes Humulen-Profil auf. Der Bestand wird live aus dem Sortiment gefiltert – anders als statische Sortenlisten zeigt er nur, was gerade wirklich erhältlich ist.
Humulen riecht erdig und holzig – nach Hopfen, trockenem Holz und einer Spur Nelke, mit einer herben, fast bitteren Note im Hintergrund. Anders als leichte, zitrische Terpene verfliegt es kaum und trägt das Aroma vieler Cannabissorten bis zum Schluss. Wer eine Blüte aufbricht und einen trockenen, hopfig-herben Duft wahrnimmt, hat es meist mit einem Humulen-Anteil zu tun.
Humulen gilt als gut verträglich und kommt in Hopfen, Salbei, Ingwer und Nelken natürlich vor – also in Lebensmitteln, die viele Menschen täglich zu sich nehmen. In den in Cannabis vorkommenden Mengen ist es unauffällig. Wer empfindlich auf stark duftende Pflanzenstoffe reagiert, sollte das ärztlich ansprechen.
Medizinisches Cannabis ist in Deutschland rezeptpflichtig. Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.
Humulen ist nur eines von vielen Terpenen. Diese sechs prägen das Aroma und Profil vieler Sorten mit.