Guaiol prägt das warm-holzige, leicht blumige Aroma einzelner Cannabissorten und ist nach dem Guajakholz benannt, aus dessen Öl es gewonnen wird – neben Bisabolol und Pinen ein Grund, warum das Terpenprofil zunehmend Beachtung findet.
Zum LivebestandGuaiol gehört zu den Sesquiterpen-Alkoholen – größere Moleküle als die weit verbreiteten Monoterpene. Anders als praktisch alle anderen Terpene ist Guaiol bei Raumtemperatur kein Öl, sondern ein fester, kristalliner Stoff; er schmilzt erst bei rund 92 Grad. Guaiol gehört zur Gruppe der Guajakholz-Terpene – eng verwandt ist Guaiazulen, der tiefblaue Farbstoff, der aus Guajakholzöl gewonnen wird. Im Laborzertifikat findest du es als „Guaiol“ ausgewiesen.
Diese Sorten weisen ein Guaiol-Profil auf. Der Bestand wird live aus dem Sortiment gefiltert – anders als statische Sortenlisten zeigt er nur, was gerade wirklich erhältlich ist. Da Guaiol in Cannabis selten vorkommt, ist die Auswahl kleiner als bei den häufigeren Terpenen.
Guaiol riecht warm und holzig – nach trockenem Edelholz und Kiefernharz, mit einer weichen, fast balsamischen Süße und einem zarten Rosenton darunter. Es wirkt eher wie ein Nachklang als wie eine Kopfnote und bleibt lange erhalten. Wer eine Blüte aufbricht und einen warmen, holzig-balsamischen Duft mit leichter Blütennote wahrnimmt, hat es möglicherweise mit einem Guaiol-Anteil zu tun.
Guaiol gilt als unauffällig und wird als Duftstoff aus Guajakholzöl seit Langem in Parfüms und Kosmetik eingesetzt. In den in Cannabis vorkommenden Mengen ist es ohne Belang. Wer empfindlich auf stark duftende Pflanzenstoffe reagiert, sollte das ärztlich ansprechen.
Medizinisches Cannabis ist in Deutschland rezeptpflichtig. Dieser Beitrag dient der Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.
Guaiol ist nur eines von vielen Terpenen. Diese sechs prägen das Aroma und Profil vieler Sorten mit.